Marek Lesniak: Unterschied zwischen den Versionen

Aus Werkskultur Wiki
Wechseln zu: Navigation, Suche
(Die Seite wurde neu angelegt: „{{Infobox Fußballspieler | kurzname = Marek Leśniak | langname = Marek Sebastian Leśniak | geburtstag = 29. Februar [[196…“)
 
(Stationen als Spieler)
 
Zeile 22: Zeile 22:
 
== Stationen als Spieler ==
 
== Stationen als Spieler ==
  
Als Jugendlicher trat Leśniak im nordwestpolnischen Städtchen [[Nowogard]] (Naugard) einem der lokalen Fußballvereine bei. Als 18-Jähriger erhielt er 1982 einen Vertrag beim [[Ekstraklasa|Ligaclub]] [[Pogoń Szczecin|Pogoń Stettin]]. Nach einem Jahr gelang ihm dort der Durchbruch zur ersten Mannschaft. 1986 wurde er erstmals in die [[Polnische Fußballnationalmannschaft|Nationalmannschaft]] berufen. 1987 wurde er mit seinem Verein polnischer Vizemeister, er selbst errang mit 24 Treffern den Titel des [[Liste der Torschützenkönige der Ekstraklasa|Torschützenkönig]]s.<ref>http://www.90minut.pl/kariera.php?id=1134</ref>
+
Als Jugendlicher trat Leśniak im nordwestpolnischen Städtchen Nowogard (Naugard) einem der lokalen Fußballvereine bei. Als 18-Jähriger erhielt er 1982 einen Vertrag beim Ligaclub Pogoń Stettin. Nach einem Jahr gelang ihm dort der Durchbruch zur ersten Mannschaft. 1986 wurde er erstmals in die Polnische Fußballnationalmannschaft berufen. 1987 wurde er mit seinem Verein polnischer Vizemeister, er selbst errang mit 24 Treffern den Titel des Torschützenkönigs.  
  
1988 setzte er sich einer Reise der polnischen Olympiaauswahl nach [[Dänemark]] ab, um in die [[Bundesrepublik Deutschland|Bundesrepublik]] weiter zu reisen. Über Mittelsmänner war bereits ein Vertrag mit [[Bayer 04 Leverkusen]] ausgehandelt. Mit 24 Jahren war er eigentlich zu jung, um die Freigabe des polnischen Fußballverbandes [[PZPN]] für das Ausland zu erhalten. Die Altersgrenze lag bei 28 Jahren. Doch kam es zur Einigung der polnischen Seite mit den Leverkusenern: Zu der Ablösesumme in Höhe von 2,0 Millionen [[D-Mark]], was damals Rekord für einen Spieler aus Polen war, <ref>Andrzej Wach, Transfer piłkarski w Polsce, w: ''Prawne problemy transferu w piłce nożnej w Polsce i Republice Federalnej Niemiec.'' Red. A. J. Szwarc. Poznań 1991, S.24.</ref> lieferte der Pharmakonzern [[Bayer AG]] Medikamente in die [[Volksrepublik Polen]], deren Gesamtwert die Transfersumme überstieg.<ref> Ablöse und Aspirin. Interview Marek Lesniak, in: ''Glückauf Polonia. NRW & Polen''. Hrsg. R. Prorr. Essen 2012, S.100.</ref>
+
1988 setzte er sich einer Reise der polnischen Olympiaauswahl nach Dänemark ab, um in die [[Bundesrepublik Deutschland|Bundesrepublik]] weiter zu reisen. Über Mittelsmänner war bereits ein Vertrag mit Bayer 04 Leverkusen ausgehandelt. Mit 24 Jahren war er eigentlich zu jung, um die Freigabe des polnischen Fußballverbandes [[PZPN]] für das Ausland zu erhalten. Die Altersgrenze lag bei 28 Jahren. Doch kam es zur Einigung der polnischen Seite mit den Leverkusenern: Zu der Ablösesumme in Höhe von 2,0 Millionen D-Mark, was damals Rekord für einen Spieler aus Polen war, lieferte der Pharmakonzern [[Bayer AG]] Medikamente in die Volksrepublik Polen, deren Gesamtwert die Transfersumme überstieg.
  
Dank der Unterstützung seines Landsmanns [[Andrzej Buncol]], der im Jahr zuvor nach Leverkusen gekommen war, integrierte sich Leśniak schnell in seinen neuen Club <ref>Ablöse und Aspirin, a.a.O., S.102.</ref> und wurde einer der Leistungsträger. Er spielte auch weiter für die Nationalmannschaft, insgesamt kam er auf 20 Einsätze.
+
Dank der Unterstützung seines Landsmanns [[Andrzej Buncol]], der im Jahr zuvor nach Leverkusen gekommen war, integrierte sich Leśniak schnell in seinen neuen Club und wurde einer der Leistungsträger. Er spielte auch weiter für die Nationalmannschaft, insgesamt kam er auf 20 Einsätze.
  
Bis 1992 bestritt er für die Leverkusener insgesamt 117 Bundesligaspiele, in denen er 19 Tore erzielte. Danach wechselte er zur [[SG Wattenscheid 09]]. In zwei Jahren 1. Bundesliga kam er auf 64 Spiele und 18 Tore, was aber nicht den Abstieg verhinderte. Er begleitete die Wattenscheider allerdings auch in die 2. Bundesliga und kam dabei auf 32 Spiele und sieben Tore. Indes, der Aufstieg in die erste Liga gelang nicht. In der Saison 1995/96 wechselte er daher zum [[TSV 1860 München]] und bestritt in der ersten Halbsaison 15 Bundesliga-Spiele mit zwei Toren, bevor er für die zweite Halbsaison zum Bundesligisten [[KFC Uerdingen 05]] wechselte, für den er dann noch 17 Bundesligaspiele machte und drei Tore erzielte.
+
Bis 1992 bestritt er für die Leverkusener insgesamt 117 Bundesligaspiele, in denen er 19 Tore erzielte. Danach wechselte er zur SG Wattenscheid 09. In zwei Jahren 1. Bundesliga kam er auf 64 Spiele und 18 Tore, was aber nicht den Abstieg verhinderte. Er begleitete die Wattenscheider allerdings auch in die 2. Bundesliga und kam dabei auf 32 Spiele und sieben Tore. Indes, der Aufstieg in die erste Liga gelang nicht. In der Saison 1995/96 wechselte er daher zum TSV 1860 München und bestritt in der ersten Halbsaison 15 Bundesliga-Spiele mit zwei Toren, bevor er für die zweite Halbsaison zum Bundesligisten KFC Uerdingen 05 wechselte, für den er dann noch 17 Bundesligaspiele machte und drei Tore erzielte.
  
Danach wechselte Leśniak zu [[Neuchâtel Xamax]] und erzielte für den Schweizer Verein 12 Tore in 41 Spielen. Von 1997 bis 1999 trat er dann für [[Fortuna Düsseldorf]] in der 2. Bundesliga an und kam auf 52 Spiele (16 Tore), bevor er in die damals drittklassige Regionalliga Nord zu [[Preußen Münster]] wechselte. Hier bestritt er bis 2002 weitere 65 Spiele und schoss dabei 20 Tore.
+
Danach wechselte Leśniak zu Neuchâtel Xamax und erzielte für den Schweizer Verein 12 Tore in 41 Spielen. Von 1997 bis 1999 trat er dann für Fortuna Düsseldorf in der 2. Bundesliga an und kam auf 52 Spiele (16 Tore), bevor er in die damals drittklassige Regionalliga Nord zu Preußen Münster wechselte. Hier bestritt er bis 2002 weitere 65 Spiele und schoss dabei 20 Tore.
  
 
== Stationen als Trainer ==
 
== Stationen als Trainer ==

Aktuelle Version vom 15. Januar 2013, 16:06 Uhr

Vorlage:Infobox Fußballspieler

Marek Leśniak (* 29. Februar 1964 in Goleniów) ist ein polnischer Fußballspieler und -trainer. Er spielte für die polnische Fußballnationalmannschaft und wurde einmal Torschützenkönig der polnischen Ekstraklasa.

Stationen als Spieler[Bearbeiten]

Als Jugendlicher trat Leśniak im nordwestpolnischen Städtchen Nowogard (Naugard) einem der lokalen Fußballvereine bei. Als 18-Jähriger erhielt er 1982 einen Vertrag beim Ligaclub Pogoń Stettin. Nach einem Jahr gelang ihm dort der Durchbruch zur ersten Mannschaft. 1986 wurde er erstmals in die Polnische Fußballnationalmannschaft berufen. 1987 wurde er mit seinem Verein polnischer Vizemeister, er selbst errang mit 24 Treffern den Titel des Torschützenkönigs.

1988 setzte er sich einer Reise der polnischen Olympiaauswahl nach Dänemark ab, um in die Bundesrepublik weiter zu reisen. Über Mittelsmänner war bereits ein Vertrag mit Bayer 04 Leverkusen ausgehandelt. Mit 24 Jahren war er eigentlich zu jung, um die Freigabe des polnischen Fußballverbandes PZPN für das Ausland zu erhalten. Die Altersgrenze lag bei 28 Jahren. Doch kam es zur Einigung der polnischen Seite mit den Leverkusenern: Zu der Ablösesumme in Höhe von 2,0 Millionen D-Mark, was damals Rekord für einen Spieler aus Polen war, lieferte der Pharmakonzern Bayer AG Medikamente in die Volksrepublik Polen, deren Gesamtwert die Transfersumme überstieg.

Dank der Unterstützung seines Landsmanns Andrzej Buncol, der im Jahr zuvor nach Leverkusen gekommen war, integrierte sich Leśniak schnell in seinen neuen Club und wurde einer der Leistungsträger. Er spielte auch weiter für die Nationalmannschaft, insgesamt kam er auf 20 Einsätze.

Bis 1992 bestritt er für die Leverkusener insgesamt 117 Bundesligaspiele, in denen er 19 Tore erzielte. Danach wechselte er zur SG Wattenscheid 09. In zwei Jahren 1. Bundesliga kam er auf 64 Spiele und 18 Tore, was aber nicht den Abstieg verhinderte. Er begleitete die Wattenscheider allerdings auch in die 2. Bundesliga und kam dabei auf 32 Spiele und sieben Tore. Indes, der Aufstieg in die erste Liga gelang nicht. In der Saison 1995/96 wechselte er daher zum TSV 1860 München und bestritt in der ersten Halbsaison 15 Bundesliga-Spiele mit zwei Toren, bevor er für die zweite Halbsaison zum Bundesligisten KFC Uerdingen 05 wechselte, für den er dann noch 17 Bundesligaspiele machte und drei Tore erzielte.

Danach wechselte Leśniak zu Neuchâtel Xamax und erzielte für den Schweizer Verein 12 Tore in 41 Spielen. Von 1997 bis 1999 trat er dann für Fortuna Düsseldorf in der 2. Bundesliga an und kam auf 52 Spiele (16 Tore), bevor er in die damals drittklassige Regionalliga Nord zu Preußen Münster wechselte. Hier bestritt er bis 2002 weitere 65 Spiele und schoss dabei 20 Tore.

Stationen als Trainer[Bearbeiten]

Im Juli 2002 unterschrieb Lesniak einen Vertrag als Spielertrainer bei der SSVg Velbert. Im Juni 2005 verließ er den Verein und trainierte danach Ratingen 04/19, wo er bis zum Ende der Saison 2005/06 blieb und im März 2007 zum BSV Schwarz-Weiß Rehden wechselte. Im März 2009 verließ er den Verein, um im April desselben Jahres wieder zur SSVg Velbert zurückzukehren.<ref>Profil auf transfermarkt.de, abgerufen am 6. Juli 2009</ref> Zunächst mit Vertrag bis Saisonende, verlängerte er im Sommer 2009 für die darauffolgende Saison.<ref>SSVg Velbert: Marek Lesniak bleibt Trainer und behält seinen Aberglauben. In: Reviersport. 28. Juni 2009.</ref>

Am 29. März 2010 stellte Lesniak sein Amt als Trainer bei der SSVg nach 18 Spielen, aus welcher seine Mannschaft nur zwei Punkte entführen konnte, zur Verfügung.<ref>SSVg. Velbert: Lesniak wirft hin. In: Reviersport. 29. März 2010.</ref> Fast unverzüglich folgte daraufhin jedoch ein neues Engagement als Trainer des ehemaligen Bundesligisten SG Wattenscheid 09. Nach dem Abstieg von Wattenscheid 09 in die Westfalenliga verließ er den Verein wieder.<ref>Marek kommt - die Frauen gehen zum VfL. In: Reviersport. vom 1. April 2010.</ref> Am 21. Oktober 2011 wurde er als neuer Trainer von TuSpo Richrath berufen.<ref>Marek Lesniak ist neuer Trainer des gefährdeten Fußball-Landesligisten TuSpo Richrath. In: RP-Online vom 21. Oktober 2011</ref>

Sonstiges[Bearbeiten]

Marek Lesniak arbeitet seit August 2011 bei der Hofacker Autoteile GmbH in Leverkusen, wo er immer noch wohnt.<ref>Kicker Sportmagazin Nr. 77 vom 22. September 2011, Seite 47</ref>

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

<references />Vorlage:Personendaten

en:Marek Leśniak fr:Marek Leśniak nl:Marek Leśniak pl:Marek Leśniak